Zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Am 25. November ist der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Jede dritte Frau in Deutschland ist mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Im Jahr 2018 verzeichnete der SKFM im Kreis Mettmann mit mehr als 757 gemeldeten Fällen häuslicher Gewalt bereits einen deutlichen Anstieg zum Vorjahr. 2019 lagen insgesamt 1024 gemeldete Fälle vor. Für das laufende Jahr 2020 zählte der SKFM zum Stichtag 15.10.2020 bereits 845 Fälle, davon 72 Fälle in Mettmann.

Hilfs- und Beratungsangebote:

• Polizei: 110
• Mit dem Codewort „Maske 19“ signalisieren Sie in Apotheken, dass Sie Hilfe benötigen.
• Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: 08000 116 016 https://www.hilfetelefon.de/
• Frauenhäuser in NRW: https://www.frauen-info-netz.de/
• Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt (SKFM): https://www.skfm-mettmann.de/fachberatungsstelle-gegen-sexualisierte-gewalt.php
• Fachberatung gegen Gewalt (Caritas): https://caritas.erzbistum-koeln.de/mettmann-cv/menschen_in_krisen/fachberatung_gegen_gewalt/
• Chat-Beratungsstelle: https://gewaltlos.de/

Erinnerungen und Appelle am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen sing gut, genügen aber nicht. Es ist nicht zuletzt mit Blick auf die Zahlen dringend geboten, den Gewaltschutz auszubauen und Maßnahmen zu ergreifen, damit Gewalt als gesamtgesellschaftliches Problem bekämpft wird. Hilfs- und Beratungsangebote müssen genauso wie Präventions- und Bildungsangebote weiter ausgebaut werden. Die Ausstattung und vor allem die Kapazitäten in den Frauenhäusern im Kreis Mettmann müssen deutlich erweitert werden. Im Frauenhaus in Mettmann stehen laut Homepage der Landesarbeitsgemeinschaft Autonomer Frauenhäuser NRW keine freien Plätze zur Verfügung. Umliegend finden sich derzeit nur freie Plätze in Duisburg, Witten, Olpe oder Bonn. DIE LINKE. fordert angesichts dessen ein sofortiges Handeln, um die Versorgung und Betreuung von Opfern zu verbessern.