Zukunft der Musikschullandschaft in Mettmann

Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses haben sich am gestrigen Tag einstimmig dafür ausgesprochen, dass die Mettmanner Musikschulland in den nächsten Wochen eingehend durchleuchtet wird. Mit der städt. Musikschule und den privaten Musikschulen sollen alle Akteure beteiligt werden. Am Ende dieses Prozesses soll feststehen, wie sich die Mettmanner Musikschullandschaft zukünftig in Mettmann aufstellt.

DIE LINKE begrüßt, dass die drastischen Mittelkürzungen oder die Schließung der städt. Musikschule vorerst vom Tisch sind. Den Weg eines möglichen neuen Konzepts sowie gemeinsamen Gesprächen stehen wir offen gegenüber. Wir halten auch weiterhin am Erhalt der städt. Musikschule fest. Wir erachten die musikalische und pädagogische Arbeit der städt. Musikschule mit seinen 1.600 Schülern für außerordentlich wichtig.

Wir möchten noch einmal verdeutlichen, dass bei einer Kostensenkung vor allem die Personalaufwendungen gemeint sein sollen, die 85% aller Aufwendungen in diesem Bereich einnehmen. Verfolgt man in diesem Ansatz eine Kürzung, führt dies nicht nur zu einem geringeren Angebot, sondern auch zu geringeren Gebühreneinnahmen. Stattdessen regen wir an, die Gebührensatzung sozial verträglich neu aufzustellen und durch die Schaffung von Einkommensstufen die Einnahmenseite zu verbessern. Weiteres Einnahmenpotenzial sehen wir bei der Akquise von Fördermitteln, die das Land auch für dieses Jahr in erhöhtem Umfang zur Verfügung stellt. Diese Mittel sind derzeit noch nicht im Haushalt eingestellt, da sie zunächst beantragt und abgerufen werden müssen.

Wir hoffen, dass vor allem für die Mettmanner Musikschullandschaft, seinen Schüler*innen sowie Beschäftigten eine zeitnahe Lösung gefunden wird, die nachhaltig ist und langfristige Sicherheit auf allen Seiten vermittelt.