Wohnungs- und Obdachlosigkeit in Mettmann: Aktueller Sachstand

Die Fraktion DIE LINKE. – Mettmanner Liste hat eine Anfrage zum Thema Wohnungs- und Obdachlosigkeit in Mettmann gestellt. „Für uns ist dieses Thema immer wichtig. Aufgrund des Wintereinbruchs und angesichts der pandemischen Lage möchten wir wissen, wie es um die betroffenen Menschen bestimmt ist und wie die Stadt in dem Bereich aufgestellt ist“, so André Bär, Fraktionsvorsitzender. Die Antworten der Verwaltung liegen nun vor.

In den städtischen Wohnungslosenunterkünften leben derzeit 19 Personen, darunter 6 Frauen und 13 Männer. Kinder sind gegenwärtig dort nicht gemeldet. Des Weiteren gehören anerkannte Geflüchtete, die über keine eigene Wohnung verfügen, formal zum Kreis der Wohnungslosen. Hier lebend derzeit insgesamt 124 Personen in den städt. Unterkünften, davon 21 Frauen, 46 Männer und 57 Kinder. Bei der Fachberatungsstelle der Caritas sind im laufenden Jahr 2020 bisher insgesamt 287 Menschen vorstellig worden. Aufnahmekapazitäten in den städt. Unterkünften sind laut Stadtverwaltung noch vorhanden. Jedoch ist im Bereich der Wohnungslosen aufgrund der niedrigen Temperaturen im Winter mit höheren Fallzahlen zu rechnen.

Den betroffenen Menschen stehen Hilfsangebote zur Verfügung. Sowohl die Hausmeister der Unterkünfte als auch die Integrationsbeauftragte stehen als Ansprechpartner*Innen zur Verfügung. Die Wohnungslosenhilfe der Caritas ist ein weiterer Anlaufpunkt für Wohnungslose. Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens steht der Tagestreff als dauerhafter Tagesaufenthalt nicht zur Verfügung. Jedoch können von Mo. – Fr. im Zeitraum von 12 Uhr bis 14 Uhr jeweils maximal vier Personen für jeweils maximal 30 Minuten ein Mittagessen zu sich nehmen. Auch Grundversorgungsangebote wie Duschen und Wäsche waschen sind dort nach Absprache möglich. Auch die Streetworker*Innen der Caritas-Suchthilfe haben regelmäßigen Kontakt zu den Bewohnern der Unterkünfte.

Im Bereich der Unterbringung von Wohnungslosen gab es bisher noch keine Coronainfektionen. Jedoch wurde April 2020 eine Person in der Geflüchtetenunterkunft Seibelstr. positiv auf das Covid 19 Virus getestet. Aufgrund der darauffolgenden Quarantäne wurde ein Catering-Service des Deutschen Roten Kreuzes eingerichtet, ein Einkaufsservice durch die Diakonie Mettmann bereitgehalten. Zudem hatten alle Bewohner*Innen die Möglichkeit ein Hygienepaket zu erhalten. Die Bewohner*Innen der Unterkünfte werden durch Hilfsmittel und Mitarbeiter*Innen auf die aktuellen Hygieneregeln sowie gesetzlichen Regelungen vertraut gemacht. Im Übrigen herrscht derzeit ein Besuchsverbot in den städt. Unterkünften. Dort stehen die Gemeinschaftsräume nur eingeschränkt bis gar nicht zur Verfügung.

Jürgen Gutt, stellvertretender Fraktionsvorsitzender hierzu: „Wir gehen davon aus, dass Mettmann in diesem Bereich gut aufgestellt ist und die betroffenen Menschen schnelle und adäquate Hilfe erfahren.“ André Bär „bedankt sich bei der Stadtverwaltung für die ausführliche Beantwortung der Anfrage. Zudem danken wir allen in diesem Bereich tätigen Personen für ihren Einsatz. Das sind im Einzelnen die Beschäftigten der Stadt Mettmann, der Caritas, der Diakonie Mettmann, des DRK, weitere Initiativen und insbesondere die Ehrenamtler“, schließt André Bär ab.

Unsere Anfrage sowie die Antworten der Verwaltung findest du hier.