Wie läuft die Digitalisierung in städt. Kitas?

Diese Frage stellte die Ratsfraktion DIE LINKE. zum Jugendhilfeausschuss am 18.11.2021 und wollte sich damit einen Überblick über den aktuellen Stand der Digitalisierung in den Mettmanner Kitas verschaffen. Bereits zwei Wochen zuvor fragte die Linksfraktion, wie die Digitalisierung an Schulen läuft.

Die Stadt Mettmann betreibt fünf eigene Kindertageseinrichtungen. Die technische Ausstattung setzt sich aus Desktop PC´s, Laptops, Beamern, Digitalkameras und Camcordern zusammen. Über ein Tablet verfügt keine städt. Kitas. Mit Ausnahme der Kita in Obschwarzbach verfügen alle anderen Einrichtungen über jeweils einen Beamer. Während die Anzahl der Laptops (zwischen 1 bis 9 je Einrichtung) überschaubar sind, klagen die Kitas zum Teil auch über defekte und langsame Geräte. „Laut Aussage der IT-Abteilung soll es für die aktuell nicht mehr voll funktionstüchtigen Laptops in diesem Jahr in den Kitas Ersatz geben“, teilt die Verwaltung mit.

Informationen bzgl. der technischen Details der Breitbandanbindung konnten zunächst seitens des Fachdienstes „Kindertagesstätten“ nicht schriftlich beantwortet werden. In der Ausschusssitzung trug die Verwaltung auf Nachfrage vor, dass die städt. Kitas jeweils über 16 Mbit/s Leitungen verfügen würden. Keine städt. Kita über W-Lan.

Außerdem fragten die Linken, welche Chancen und Risiken die Verwaltung mit der Nutzung von Medien in der frühkindlichen Bildung sieht? Die Verwaltung teilt mit, dass sich die Kitas nach den zehn Bildungsbereichen in NRW orientieren. Einer hiervon handelt über das Thema „Medien“. Dort heißt es: „Kinder wachsen mit den verschiedensten Medien auf und nutzen diese je nach Verfügbarkeit
in ihrer Lebenswelt vielfach wie selbstverständlich. Als Medien sind hierbei sowohl die neuen
Medien wie Internet, Computer, Handy etc. zu verstehen als auch die traditionellen oder herkömmlichen Medien wie Zeitungen, Fernsehen, Bilderbücher oder CDs. Sie sind eine positive Erweiterung ihrer sonstigen Erfahrungsmöglichkeiten und Teil ihrer Kinderkultur.“

„Ganz praktisch ist das Angebot im Bereich der Medienbildung in den Kitas schon jetzt breit
gefächert“, so die Verwaltung. Hierbei werden folgende Beispiele aufgeführt: Bilder- und Sachbücher, Kita-Bücherei, Angebote der Stadtbibliothek, Vorlesepaten, Erzähltheater, Hörbücher; Digitales Bilderbuchkino, Umgang mit der digitalen Kamera für Fotomemories, Kita-Zeitung, Portfolio, digitaler
Bilderrahmen, Stadtteilrally mit QR-Code und selbst gedrehte Filme.

Des Weiteren teilt die Verwaltung auf Anfrage der Linken mit, „dass der Wissensstand bei den Fachkräften sehr unterschiedlich ist und die technischen Möglichkeiten in den Einrichtungen es bisher nicht zuließen, dass alle Fachkräfte praktische Erfahrungen mit den vielfältigen kreativen Einsatzmöglichkeiten machen konnten. Daher wird der Fortbildungsbedarf entsprechend hoch eingeschätzt. Grundsätzlich steht für die Fachkräfte ein Fortbildungsbudget zur Verfügung.“

Die Fraktion der Linken fragte außerdem nach dem Sachstand zur Einführung einer Kita-App, welche die Linken Anfang des Jahres angeregt hatten. Hier führt die Verwaltung sechs Punkte auf, die einen Fortgang der Entscheidungsfindung im Fachdienst verhindern würden. Ein Problem hierbei ist bereits die nicht vorhandene Wlan-Verbindung in den Kitas.

Alle Antworten der Verwaltung auf die Anfrage der Linken finden Sie hier.