Unterstützung + Tipps zum Energiesparen

Steigende Energiepreise für Strom, Heizung oder Sprit führen bei immer mehr Menschen zu größer werdenden Problemen. Insbesondere für Haushalte mit geringen Einkommen stellt der rasante Preisanstieg eine große Herausforderungen dar. Deshalb beantragt die Fraktion DIE LINKE. zum Sozialausschuss am 17.05.2022 darzustellen und darüber zu informieren, wie insbesondere Menschen mit geringen Einkommen Energie und damit Kosten einsparen können.

Der Bezug von Energie gehört zu den Grundbedürfnissen. Nach den vorläufigen Daten der Statistiker musste man in Deutschland im März 2022 39,5 Prozent mehr für Haushaltsenergie und Kraftstoffe ausgeben als im Vorjahresmonat. Vor allem Mieterinnen und Mieter werden den rasanten Preisanstieg erst mit der Nebenkostenabrechnung ihrer Vermieter zu spüren bekommen. Die Nebenkostenabrechnung für dieses Jahr muss spätestens zum 31.12.2023 vorliegen.

„Wir möchten anregen, ein niedrigschwelliges Angebot vor allem für Menschen mit geringen Einkommen zum Einsparen von Energie und damit Kosten vorzuhalten und über dieses Angebot entsprechend zu informieren – Denn hohe Energiepreise treffen besonders Einkommensschwache“, sagt Fraktionsvorsitzender André Bär.“

Die Stadtverwaltung kommentierte den Antrag bereits mit den Worten: „Bereits seit vielen Jahren können einkommensschwache Menschen über den Mettmann-Pass den Energiesparcheck der Caritas in Anspruch nehmen. Ein zusätzliches, verwaltungseigenes und freiwilliges Leistungsangebot ist weder qualitativ noch quantitativ leistbar.“

Die Linken fragen sich nun, inwiefern die Stadt Mettmann das zu befürwortende Angebot der Caritas, welches es nämlich auch zu finanzieren gilt, unterstützt. Bär Hierzu: „Sollte keinerlei Unterstützung für das Angebot geleistet werden, würde man es sich ziemlich leicht machen, auf bestehende Angebote hinzuweisen, ohne sich an deren Kosten zu beteiligen.“

Tipps zum Energiesparen in Ihrem Haushalt:

  • Überprüfen Sie, ob Geräte zwingend im Standby-Modus laufen müssen
  • Nutzen Sie Mehrfachsteckdosen mit „On/Off-Schalter“
  • Dank moderner Waschmaschinen und Waschmittel reichen für normal verschmutzte Wäsche 40° C völlig aus (Eco-Modus).
  • Nutzen Sie die maximale Füllmenge Ihres Geschirrspülers und wählen Sie, wenn vorhanden, Umweltprogramme (wie z.B. ECO).
  • Überprüfen Sie, ob Ihr Kühlschrank zu kalt eingestellt ist. Eine Kühltemperatur von 7° C ist völlig ausreichend.
  • Der richtige Umgang mit der Beleuchtung in Ihrem Zuhause birgt enormes Stromsparpotenzial. Die richtige Wahl von Leuchtmitteln und Lampen kann bares Geld sparen.
  • Mit Umluft statt mit Ober-/Unterhitze backen. So können Sie mit einer niedrigeren Temperatur backen.
  • Gefrierfach regelmäßig abtauen. Auch wenn es lästig ist: Denn eine 1cm dicke Eisschicht kann den Stromverbrauch des Gefrierfachs verdoppeln.
  • Richtig lüften heißt, drei- bis viermal täglich für einige Minuten stoßlüften: bei Temperaturen um den Gefrierpunkt 5 Minuten, sonst 10 bis 30 Minuten.