Unterstützung der Mettmanner Tafel

Seit über 12 Jahren unterstützt die Tafel hilfebedürftige Menschen in Mettmann. Spenden wie Lebensmittel und Hygieneartikel, die im Handel nicht mehr verkauft werden können, werden täglich gesammelt, sortiert und verteilt. Über 60 Ehrenamtliche sorgen für den Transport, die Sortierung, die Lagerung und für die Ausgabe der Ware. An insgesamt zwei Ausgabetagen in der Woche nehmen über 400 Haushalte (700 Personen) das Angebot in Anspruch. Vor allem die ehrenamtliche Mitarbeit und die Spendenbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger sowie der Unternehmen ermöglicht dieses Engagement.

Doch die Probleme spitzen sich zu: Die extrem hohe Inflationsrate und damit verbundene Kostensteigerung setzen einerseits der Tafel finanziell zu und führen andererseits zu einem erhöhten Bedarf der Betroffenen, die im Übrigen auch immer mehr werden.

Spenden für die Mettmanner Tafel:

Diakonie im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann GmbH

IBAN: DE04 3506 0190 1013 7280 18
Verwendungszweck: Mettmanner Tafel

oder online spenden: https://www.kd-onlinespende.de/projekt/mettmanner-tafel-477.html

Wolfgang Rüttger, sachkundiger Bürger (Die Linke), möchte im Sozialausschuss am 17. Mai auf die dramatische Situation aufmerksam machen und Handlungsmöglichkeiten prüfen lassen: „Unsere Fraktion hat sich letzte Woche mit der Leiterin der Mettmanner Tafel getroffen und sich die Lage vor Ort schildern lassen. Vor allem die steigenden Energiekosten bereiten der Tafel große Probleme, stellte sich heraus. Das tägliche Abholen der Lebensmittel mit Kühlwagen sowie die Einlagerung im Kühlhaus verursachen einen entsprechenden Energiebedarf, dessen Kosten nunmehr durch die Decke schießen. Neben Unterhaltungskosten (ein neuer Transporter konnte erst kürzlich mit großer Spendenbereitschaft finanziert werden) müssen die steigenden Betriebskosten für das laufende Jahr aufgebracht werden.

Die Linken beantragen im Sozialausschuss, dass die Bürgermeisterin und Stadtverwaltung darstellen möge, wie die Mettmanner Tafel unterstützt werden kann. Hierzu André Bär, Fraktionsvorsitzender der Linken: „Derzeit erhält die Tafel von der Stadt Mettmann jährlich einen Zuschuss von knapp 1.500€, der vor allem die durch die Stadt erhobenen Abfallgebühren decken soll. Das Angebot der Mettmanner Tafel nimmt eine Vielzahl von Bürgerinnen und Bürger unterstützend in Anspruch. Der Staat müsse jedoch weiterhin die Verantwortung tragen und Armut bekämpfen“, meint Bär.

Die Tafeln können (und müssen) kein Vollversorger sein und eine Selbstverständlichkeit sollte sich hier nicht verfestigen. Nichts desto trotz leistet die Tafel mit seinen Ehrenamtlern und der Spendenbereitschaft eine großartige Arbeit, die vielen Bedürftigen eine Stütze ist. Wenn die Tafel ihr Angebot nicht mehr aufrecht erhalten könnte, wäre den Betroffenen nicht geholfen. Wir hoffen, dass wir nächste Woche im Sozialausschuss die akute Lage der Tafel erörtern und gemeinsam eine Lösung finden können“, schließt Bär ab.