Stadt Mettmann soll sich für seine Beschäftigten einsetzen

Anlässlich der Tarifverhandlungen zwischen dem Kommunalen Arbeitgeberverband NRW und der Gewerkschaft ver.di für den Sozial- und Erziehungsdienst fordern die Linken, dass sich die Stadt Mettmann für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und ein baldiges Ende des Tarifkonflikts einsetzen solle. Bereits am morgigen Mittwoch, den 4. Mai, ruft die Gewerkschaft erneut zum Warnstreik auf. Betroffen hiervon sind auch die städtischen Kitas in Mettmann. Bereits im März und April kam es zu insgesamt vier Streiktagen. Unterdessen spart die Stadt Mettmann mit jedem Streiktag Geld, während die Eltern weiterhin zur Kasse gebeten werden.

Der Fraktionsvorsitzende der Linken, André Bär, sagt, dass „sich die Bürgermeisterin als Verwaltungschefin und Arbeitgeberin beim Kommunalen Arbeitgeberverband NRW für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in den städt. Kitas stark machen solle und sich für ein schnelles Ende des Tarifstreiks, auch im Sinne der Betreuungsverlässlichkeit für Eltern, einsetzen sollte.

Die Gewerkschaft ver.di fordert eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, eine höhere Eingruppierung vieler Beschäftigte und Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel. „Die Linke steht hinter den Forderungen der Gewerkschaft“, bekräftigt André Bär. „Der Fachkräftemangel ist ein wichtiges Stichwort“, weiß Bär, und sagt, „dass die Stadt Mettmann regelmäßig Probleme hat, Personalstellen in Kitas zu besetzen.“ Bär weiter: „Das führt zu noch höheren Belastungen für das vorhandene Personal und zu Betreuungsengpässen, die Eltern regelmäßig vor große Herausforderungen stellen. Um den Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz zu erfüllen, wurden und werden auch in Mettmann weitere Einrichtungen errichtet. Ab 2026 tritt zudem der Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz in Kraft. Es steht zu befürchten, dass sich der Fachkräftemangel weiter zu spitzen und zu Lasten von Kindern und Eltern gehen wird, wenn nicht sofort gehandelt wird.“

André Bär sagt auch, „dass der Tarifstreit nicht auf dem Rücken der Kinder und Eltern ausgetragen werden sollte. Die Arbeitgeber wissen um die Probleme vieler berufstätiger Mütter und Väter, die auf eine Betreuung ihrer Kinder angewiesen sind. In den vergangenen zwei Pandemiejahren wurden Eltern bereits auf eine harte Probe gestellt.“

Abschließend fordert Bär: „Die Stadt Mettmann spart mit jedem Streiktag Geld ein, da die Streikenden den Verdienstausfall über die Streikkasse der Gewerkschaft beziehen. Auf der anderen Seite müssen Eltern aber weiterhin den vollen Elternbeitrag zahlen, auch wenn sie hierfür keine Betreuungsleistung erhalten. Die Linke fordert deshalb die Stadt auf, den betroffenen Eltern anteilig die Gebühren zu erstatten.“

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 16. Mai 2022 angesetzt.