Schulweg „Goethestraße“ sicherer machen

DIE LINKE. möchte geeignete Maßnahmen überprüfen lassen, die die Sicherheit des Schulwegs „Goethestraße“ erhöhen soll. Die Goethestraße befindet sich in einer Tempo 30 Zone. Die hierfür ausschlaggebenden Verkehrszeichen befinden sich lediglich am Anfang dieses Bereichs, hier also z.B. an der Kreuzung „Am Kolben/Düsseldorfer Straße.

Die Goethestraße wird von vielen Schülerinnen und Schülern der Realschule, Förderschule und Grundschule als Schulweg genutzt. Neben dem Autoverkehr der Eltern findet dort auch ein Berufsverkehr aufgrund der Verwaltungsgebäude des Kreises Mettmann statt. Nach den Sommerferien wird sich zudem das Schüleraufkommen aufgrund der Errichtung der Gesamtschule am Borner Weg erhöhen. Um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen möchten wir insbesondere im Bereich der Goethestr. hinter der Kreuzung Düsseldorfer Straße geeignete Maßnahmen überprüfen lassen.

Hierzu haben wir folgende Prüfaufträge formuliert:

1. ein zusätzliches Tempo 30 Verkehrszeichen aufzustellen
Die Verwaltung sagt: „Die Straßenverkehrsordnung lässt eine Wiederholung der Geschwindigkeit durch eine erneute Beschilderung nicht zu.“

2. ein zusätzliches „Achtung Kinder“ Verkehrszeichen (Nr. 136) aufzustellen
Die Verwaltung sagt: „Die Straßenverkehrsordnung weist das Vz. 136 („Kinder“) in einer Tempo 30 als entbehrlich aus.“

3. im 3. Quartal 2021 eine der vorhandenen mobilen Geschwindigkeitsanzeigen aufzustellen
Die Verwaltung sagt: „Die Aufstellung des Geschwindigkeitsdisplays ist für den Zeitraum nach den Sommerferien 2021 vorgemerkt.“

4. eine Bremsschwelle zu errichten
Die Verwaltung sagt: „Die Verwaltung hält zusätzliche Baumaßnahmen im Bereich der Goethestraße für entbehrlich. An beiden Straßenseiten bestehen durchgängige Gehwege. Der Bedarf, die Straßenseite auf dem Weg zur Schule zu wechseln, besteht erst hinter der letzten abzweigenden Straße (Egerländer Straße) und ist dort gefahrlos möglich.“

Nachträglich haben wir noch einen weiteren Vorschlag eingereicht, der aufgrund der Kurzfristigkeit noch nicht von der Verwaltung kommentiert wurde:
5. eine Fahrbahnmarkierung mit der Aufschrift „Tempo 30 Zone“ anzubringen

Hier findet ihr unseren Antrag sowie die Verwaltungsäußerungen dazu.

DIE LINKE. ist überrascht über Reaktion der Verwaltung

Dass die Verwaltung bereits im Vorhinein 3 Vorschläge ausbremst hat uns überrascht. Am ehesten nachvollziehen könnte man die Kommentierung zum zusätzlichen Tempo 30 Verkehrszeichen, sofern es aus verkehrsrechtlichen Gründen nicht zulässig erscheint. Ein „Achtung Kinder“ Verkehrszeichen, welches sich bereits unmittelbar vor der Realschule befindet, für entbehrlich zu halten, finden wir zu kurz gegriffen. Eine Bremsschwelle auszuschlagen, mit der Begründung, dass eine Überquerung der Straße an anderen Stellen gefahrenlos möglich sei, wird der Bedeutung einer Bremsschwelle nicht gerecht, die lediglich dazu beitragen soll, dass Autofahrer insbesondere nach dem abschüssigen Straßenverlauf auf Höhe des Friedhofs eine Geschwindigkeitsanpassung vornehmen müssen. Bereits im oberen Teil befinden sich Bremsschwellen, die keineswegs etwas mit einer Überquerung der Straße zu tun haben können, da sich der Gehweg zwischen Realschule und Grundschule nur an einer Seite befindet. Hierzu stellt die Verwaltung auch selbst fest: „Durch die Aufpflasterungen am Ende der Straße wird zusätzlich eine Geschwindigkeitshemmung erwirkt und die Aufmerksamkeit der motorisierten Verkehrsteilnehmer geweckt. Warum dies nicht auf der Goethestr. in Höhe des Friedhofs für wichtig erachtet wird, bleibt somit offen.

Bürgermeisterin sorgte sich im Wahlkampf um Sicherheit der Schulwege

„Unsere Schüler*innen brauchen nicht nur eine verbesserte Infrastruktur in den Schulen. Auch die Sicherheit auf dem Schulweg ist ein wichtiges Kriterium für den Alltag der Mettmanner Familien. Deshalb besteht nach den Worten von Sandra Pietschmann ein dringender Handlungsbedarf bei der Sicherung der Schulwege in Mettmann“, hieß es hierzu von Bürgermeisterin Sandra Pietschmann im Wahlkampf am 07.07.2021 (Quelle: Blog von Sandra Pietschmann)

Sowohl die Sorge als auch den dringenden Handlungsbedarf aufgrund des ebenfalls zurecht erwähnten Gefahrenpotenziales teilen wir uneingeschränkt mit der Bürgermeisterin.

In Bezug auf den Schulweg Goethestraße sagte Bürgermeister Sandra Pietschmann auf ihrem Blog: „Auch die Verkehrssituation in der Goethestraße (Realschule, Förderschule und Grundschule) gehört mit auf den Prüfstand, auch hier ist das von Eltern und Lehrern erwähnte Gefährdungspotential groß.“

Vor dem Hintergrund, dass Bürgermeisterin Sandra Pietschmann das Gefahrenpotenzial im letzten Sommer noch für groß erachtet hat, verblüffen die Reaktionen in den Verwaltungserläuterungen. DIE LINKE. fordern nun Bürgermeisterin und Verwaltung auf, die Verkehrssituation an der Goethestraße und das zurecht erkannte Gefahrenpotenzial auch in der Praxis auf den Prüfstand zu stellen und, sofern es bei einer Vollbremse unserer Vorschläge verbleibt, eigene Vorschläge zu unterbreiten, die die Sicherheit für Schülerinnen und Schüler erhöht.