Kinder und Jugendliche während und nach der Corona-Pandemie unterstützen

„Kinder und Jugendliche haben während der Corona-Pandemie nicht nur etliche Schulstunden verpasst und Lernstoff versäumt“, so André Bär, Fraktionsvorsitzender der Linken. Bär weiter: „Jugendliche mussten auch im Alltag auf viele Dinge verzichten. Auch wenn die Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche noch nicht vollständig absehbar sind, zeigen sich in ersten Studien seelische und körperliche Belastungen. Daher wollten wir mit einer Anfrage in Erfahrung bringen, wie Kinder und Jugendliche im Zusammenhang mit bereitstehenden Fördermitteln während und nach der Corona-Pandemie in Mettmann unterstützt werden“, sagt André Bär.

Die Stadtverwaltung Mettmann teilte auf Anfrage der Linken mit, dass die Fördermittel für Maßnahmen zur frühkindlichen Bildung in das Bundesprojekt „Sprach-Kitas“ fließen sollen. Dabei habe die städt. Kita Rheinstraße die Zugangsvoraussetzungen erfüllt und wird somit zum Antragsverfahren zugelassen. Bei einer Antragsbewilligung würde die Kita Fördermittel zur Finanzierung einer halben Stelle für ein Sprachförderkraft bis Ende 2022 erhalten sowie einen Zuschuss beim Einsatz digitaler Medien, für Lernmaterialien erhalten.

Im Bereich Ferienfreizeiten und außerschulische Angebote teilt die Stadtverwaltung mit, dass die Zuschüsse für freie Träger zur Umsetzung von Ferienmaßnahmen, Kulturrucksackangebote, Internationale Begegnungen, Familien- und Jugendfahrten erhöht werden sollen. Außerdem wurde eine Aufstockung des Bundesprogramms „Mehrgenerationenhäuser“ umgesetzt. Hier möchte man insbesondere Familientouren umsetzen.

Eine weitere Säule des Förderprogramms „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ widmet sich dem Bereich „Kinder und Jugendliche im Alltag und in der Schule begleiten und unterstützen“. Hier teilt die Stadtverwaltung mit, dass ein weiterer Ausbau der kommunalen Schulsozialarbeit erfolgen soll. Eine weitere Konkretisierung ist laut Verwaltung aufgrund noch fehlender Antragsbedingungen aktuell noch nicht möglich.

Eine weitere erfreuliche Nachricht ist, dass die Stadt Mettmann die Verträge der AlltagshelferInnen in städt. Kitas bis zum 31.12.2021 verlängert hat. Die hauswirtschaftlichen Kräfte sollen hierbei die ErzieherInnen im Rahmen der weiterhin bestehenden erhöhten Anforderungen an die Hygiene unterstützen und allgemein im Bereich Kindertagesstätten die Fachkräfte zu entlasten

Abschließend sagt André Bär: „Wir sollten Kindern und Jugendlichen in diesen schweren Zeiten eine besondere Aufmerksamkeit schenken. Wir sollten verhindern, dass diese Zeit langfristige Folgen verursacht oder Ungleichheiten verfestigt. Alle Kinder und Jugendliche sollen ihre Bildungsziele erreichen und ihre individuelle Persönlichkeit entwickeln können. Wir sind mit Blick auf die Beantwortung unserer Anfrage guter Dinge, dass das Dezernat 4, Bildung, Jugend und Soziales, hier weiter gute Arbeit leistet.“