Emil-Nolde-Straße: Linke unterstützt Anwohner

Am 17.11.2021 beschloss der Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität auf Antrag der Linken mit Zustimmung der CDU, Grünen, SPD, FDP und ZSM, dass die Emil-Nolde-Straße umbenannt werden soll. Hintergrund ist Emil Noldes rassistische und antisemitische Gesinnung. Auch beschlossen wurde, dass die Anwohner durch Auswahl von zwei weiblichen Künstlernamen am Prozess beteiligt werden und die Verwaltung prüfen soll, inwieweit den Anwohnern die mit der Umbenennung entstehenden Kosten ersetzt werden könnten. Die Anwohnerinnen und Anwohner regen nun im Bürgerausschuss am 18.01.2022 an, die Emil-Nolde-Straße in Franz-Marc-Straße umzubenennen.

„Zunächst begrüßen wir es sehr, dass die Anwohnerinnen und Anwohner die Entscheidung, die Emil-Nolde-Straße umzubenennen, akzeptieren“, sagt Jürgen Gutt, stellv. Fraktionsvorsitzender der Linken. „Als jene Fraktion, die durch ihren Antrag die Initiative zur Umbenennung ergriff, möchten wir nun natürlich auch auf die Reaktionen der Anwohner reagieren“, führt André Bär, Fraktionsvorsitzender der Linken, fort.

„Eine überwältigende Mehrheit, nämlich fast alle Anwohnerinnen und Anwohner, sprechen sich dafür aus, die Straße zukünftig nach Franz Marc zu benennen“, sagt André Bär. „Den Vorschlag, den Anwohnern im Rahmen der von uns beantragten Beteiligung zwei weibliche Künstlernamen zur Auswahl zu stellen, haben wir gerne unterstützt, weil das Wohnviertel überwiegend aus männlichen Straßennamen besteht. Auch wenn die Namensgebung von Straßen letztendlich eine politische Entscheidung ist, haben wir von Beginn an deutlich gemacht, dass uns die Beteiligung der Anwohner wichtig ist“, so Bär.

„Nun sind die Anwohner beteiligt worden und haben anstelle von Paula Modersohn-Becker und Hannah Höch, ein deutliches Votum für Franz Marc abgegeben. Diesen Vorschlag brachten die Anwohner bereits im August, also noch vor unserem Antrag, ins Gespräch. Bei Franz Marc handelt es sich ebenfalls um einen Künstler und Maler, der sich somit gut in die Namensgebung der übrigen Straßen im Wohnviertel einfügen würde“, stellt Bär fest.

Jürgen Gutt und André Bär sagen für die Linksfraktion abschließend, dass sie den Vorschlag der Anwohnerinnern und Anwohner, welche im Rahmen der Anwohnerbeteiligung geäußert wurde, unterstützen werden. Hinsichtlich der mit der Straßenumbenennung für die Anwohner womöglich entstehenden Kosten müssen wir das Ergebnis des an die Verwaltung gerichteten und noch ausstehenden Prüfauftrags abwarten.“