Einkaufszentrum Berliner Straße: Linke setzt sich für Tempo 30 ein

Das Einkaufszentrum an der Berliner Straße bestehend aus Supermarkt, Apotheke, Lottogeschäft und gastronomischen Betrieben ist ein gut frequentiertes und bei vielen Bürgerinnen und Bürgern wichtiges Nahversorgungszentrum. Ein großes Problem stellt weiterhin die Verkehrssituation dar. Die Linken setzen sich für eine Tempo 30-Strecke auf der Berliner Straße im Abschnitt zwischen Posener Str. und Weimarer Str. ein, um mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu schaffen. Der Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität befasst sich am 11. Mai mit der Thematik.

„Seit einigen Jahren ist eine massive Verkehrszunahme auf der Berliner Straße zu beobachten“, sagt Jürgen Gutt, stellvertretender Vorsitzender der Linksfraktion. Gutt weiter: Auf Höhe des Supermarktes gibt es zwar einen Fußgängerüberweg, der jedoch aufgrund der einerseits stark befahrenen Straße und andererseits den hohen Geschwindigkeiten der Autos vor allem von Senioren und Kindern nur schwer zu überqueren ist.“

André Bär, Fraktionsvorsitzender der Linken, weist auf ein weiteres Problem hin: „Die senkrecht zur Straße befindlichen Parkplätze sind nicht nur schwer anzufahren, sondern führen beim Ausparkvorgang, der zumeist im Rückwärtsgang erfolgen muss, regelmäßig zu einem Sicherheitsrisiko. Schnell fahrende Autos und das teilweise Ausscheren auf die Gegenfahrbahn haben schon zu vielen Blechschäden geführt. Zudem gibt es auf der Berliner Straße kein Fahrradangebot. Für Radfahrer kommt es somit auch zu gefährlichen Situationen, die durch eine Temporeduzierung minimiert werden könnten.“

„Bereits im Jahr 2018 haben wir uns dieser Problematik gewidmet und einen Zebrastreifen sowie eine Temporeduzierung gefordert“, erinnert sich Jürgen Gutt. „Nach einer erfolgten Verkehrszählung stellte sich leider heraus, dass die Berliner Straße von zu vielen Autos befahren wird, und die Errichtung eines Zebrastreifens auf Grundlage der gesetzlichen Vorschriften somit nicht umsetzbar sei. An einer Temporeduzierung, die wir seinerzeit auch forderten, halten wir aber weiterhin fest.“

„Bei der Berliner Straße handelt es sich um eine Landstraße, dessen Zuständigkeit beim Land NRW zu finden ist“, so Jürgen Gutt. „Der Verkehrsausschuss hatte sich im Jahr 2019 einstimmig dafür ausgesprochen, einen Tempo 30-Abschnitt einzurichten. Der zuständige Baulastträger Straßen.NRW lehnte dies jedoch ab und  begründete dies damit, dass die Leichtigkeit des Verkehrs in erheblicher Weise eingeschränkt werde und die Gefahr bestehe, dass die Straße ihrer verkehrlichen Funktion als Gemeindeverbindungsstraße nicht mehr gerecht würde,“ erinnert sich Gutt.

„Das sehen wir anders, sagt Bär. „Eine Temp0-30 Strecke auf diesem kurzen Abschnitt beeinträchtigt den fließenden Verkehr nicht. Es würde weder zum Stau noch zu längeren Fahrzeiten führen. Eine Unterbrechung des Verkehrs erfolgt vor allem vor den Ampelanlagen an den Kreuzungen zur Nordstraße und Düsseldorfer Straße, wodurch sich der Verkehr aufgrund kurzer Abbiegespur oftmals zurück staut. Wir sehen in einer Temporeduzierung den Nutzen und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer klar im Vorteil. Sofern der am 11. Mai tagende Mobilitätsausschuss dies erneut so sieht, möchten wir die Verwaltung gerne damit beauftragen, sich nochmals beim Land NRW für diese Maßnahme stark zu machen“, sagt Bär.