Die Musikschule darf kein Spielball in den Haushaltsberatungen sein

Mettmann, den 15.02.2021 Die Szenen sind bekannt. Jedesmal, wenn es um Einsparungen geht, steht unter anderem die Musikschule in Mettmann zur Diskussion. Die daraus folgenden, im besten Fall „ohne Sachkenntnis“ zu nennenden Ideen – keine Konzepte – werden öffentlichkeitswirksam in den Raum geworfen und zur Prüfung dann stehengelassen.

„Die städtische Musikschule war und ist ein unersetzbarer Stützpfeiler in der musikalischen Früherziehung. Wir reden hier nicht nur von Instrumenten, sondern von der Stärkung in grundlegenden Fähigkeiten, die Musikunterricht fördert. Konzentration, Teamfähigkeit, die Möglichkeit Erfolge zu bekommen und Durchhaltevermögen zu erlernen, sind nur ein Ausschnitt der vielen Kindern heute fehlenden Fähigkeiten, die dort vermittelt werden“, so Jörg Pieczewsky OV Sprecher der Die.Linke Mettmann.

„Die auf der anderen Seite geführte Diskussion über „störende“ Jugendliche und auffällige Kinder ist zynisch, nimmt man seit Jahren die Schließung von pädagogischen Angeboten in Kauf. Es existieren keine geförderten Proberäume mehr, Musikinstrumente sind in Mettmann nicht mehr zu erwerben“, führt Pieczewsky weiter aus.

Jedesmal, wenn es darum geht irgendwelche Einsparungsmöglichkeiten zu finden, werden die Erfolge der Musiklehrer ignoriert und deren Arbeitsplätze großzügig zur Disposition gestellt. Die Stadt schmückt sich gerne mit den Erfolgen und Auftritten, bis zur nächsten Haushaltsdebatte. 

„Diese ständigen Wiederholungen der Debatte müssen aufhören. Deshalb schlägt Die.Linke ein Werkstattverfahren zu den kulturellen Einrichtungen vor. Bis dahin sind weder eine Zerschlagung, noch ein Umzug irgendwohin zielführend. Die Einsparungen stehen in keinem Verhältnis zu dem kulturellen und erzieherischen Verlust. Abgesehen von dem empathielosen Gerede ÜBER und nicht MIT den Honorarkräften und Angestellten dieser Institution“, stellt Pieczewsky klar.

Man kann nicht ständig wichtige Aufgaben und Einrichtungen der Stadt solange zusammensparen, bis diese nicht mehr funktionieren, um sie dann zu schließen oder komplett handlungsunfähig zu planen.

„Angefangen bei der Digitalisierung der Musikschule , über die komplette Ausstattung müssen  langfristige Lösungen erarbeitet werden. Dabei müssen auch die privaten Anbieter mit in Boot geholt werden. Nicht als Ersatz, sondern als Expertise und zur Entwicklung von Synergien in der frühkindlichen Bildung“, schließt Pieczewsky.