DIE LINKE. Mettmann zum 72. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UN

Der Mettmanner Ortsverband sowie die Fraktion im Stadtrat der Partei DIE LINKE. erinnern an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der UN, welche vor 72 Jahren, am 10. Dezember 1948, verkündet wurde. Die Menschenrechtserklärung ist elementarer Bestandteil unserer Werteordnung und der Orientierung, welches Mindestmaß an unveräußerlichen Rechten den Menschen zustehen. An diesem Jahrestag möchte DIE LINKE. daran erinnern,  dass deren Umsetzung noch lange nicht am Ziel ist.

Jeder Mensch hat das Recht auf soziale Sicherheit. (Artikel 22)

André Bär, Fraktionsvorsitzender hierzu: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. In Deutschland soll nicht zuletzt das Hartz 4-System für soziale Sicherheit sorgen. Jedoch sanktioniert es Menschen und zementiert die soziale Not. Die gesellschaftliche Teilhabe wird durch dieses System erschwert.“

„Hiervon sind auch viele Kinder betroffen“, stellt André Bär fest. „In Mettmann sind über 1.000 Kinder von Armut betroffen. Viele dieser Kinder sind vom gesellschaftlichen Leben in vielen Bereichen benachteiligt oder ausgeschlossen. Wir werden uns immer dafür einsetzen, dass alle Kinder gleich behandelt werden, die gleichen Chancen erhalten, sich am gesellschaftlichen Leben vollumfänglich beteiligen können, vor Gewalt geschützt werden und ihr Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung ausüben können. Zudem sollen Kinder in allen sie betreffenden Entscheidungen beteiligt werden und mitsprechen dürfen“, stellt Bär klar.

Jeder Mensch hat das Recht auf angemessenes Wohnen. (Artikel 25)

Jörg Pieczewsky, Ortssprecher hierzu: „Wohnraum ist keine Ware. Es muss für alle Menschen bezahlbarer und bedarfsgerechter Wohnraum vorhanden sein. In den nächsten Jahren fallen in Mettmann immer mehr Sozialwohnungen aus der Bindung raus. Wir müssen diesem Trend durch die Einführung einer verbindlichen Sozialbauquote entgegenwirken“, fordert Pieczewsky. „Wir setzen uns dafür ein, dass kein Mensch von Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit betroffen sein muss“, schließt Pieczewsky ab.

Jeder Mensch hat das Recht auf Bildung. (Artikel 26)

Jürgen Gutt, stellvertretender Fraktionsvorsitzender hierzu: „Allen Kinder, aber auch Erwachsenen, ist ein kostenloser Zugang zur grundlegenden Bildung zu ermöglichen. Die persönliche Entfaltung und die Stärkung jedes Einzelnen sollten hierbei im Vordergrund stehen. Die Schullandschaft ist an die Bedürfnisse der Kinder und Eltern auszurichten.  Die nun beschlossene und ab dem nächsten Schuljahr startende Gesamtschule in Mettmann ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“, schließt Gutt ab.

Jede Einschränkung von Menschenrechten bedeutet Benachteiligung, Ausgrenzung und Abhängigkeit. Die Durchsetzung der Menschenrechte ist Grundvoraussetzung für eine gerechte Gesellschaft. Hierfür wird DIE LINKE. Tag für Tag einstehen.